Dieser Abend ist nichts von der Stange:
Am 4. Dezember stehen Till, Edna und David von Cladatje gemeinsam mit dem Bremer Oud-Spieler David Niedermayer auf der Bühne des Verdener Weihnachtsmarktes – eine Formation, die man dort so nicht alle Tage erlebt.
Cladatje stammt aus Ottersberg in der Wümme-Niederung, einer Region mit hoher Künstlerdichte – und ist seit Jahrzehnten eine feste Größe in der norddeutschen Klezmerszene. Die Gruppe hat unter anderem mit Live-Musik zum Stummfilmklassiker „Der Golem, wie er in die Welt kam“ bundesweit Aufmerksamkeit bekommen und mit Alben wie „Brooklyn“ ihr eigenes Klangbild zwischen jiddischem Flair, osteuropäischen Melodien und Ausflügen in den Orient entwickelt. Ihre Stücke können zum Tanz treiben – wie „Kolomeyke“ oder „Vu nemt man Parnosse“ – oder leise die melancholische Seite von Klezmer zeigen, etwa in „Wir leben ebig“.
Für den Verdener Weihnachtsmarkt kommt eine kleine Besetzung von Cladatje, die genau dieses Spektrum auf die Bühne bringt: virtuos, spielfreudig, mit klarer Klezmer-Sprache.
Dazu tritt David Niedermayer, Oud-Spieler aus Bremen. Sein Instrument, die Oud – die „Königin“ der orientalischen Lauten –, öffnet klanglich eine zweite Welt: arabische und türkische Einflüsse, feine Mikrotonalität, weit gespannte Melodiebögen. Niedermayer hat an der Hochschule für Künste in Bremen studiert, Meisterkurse bei renommierten Musikern besucht und wurde mehrfach gefördert. Er bewegt sich souverän zwischen Tradition und eigener Handschrift.
Gemeinsam entsteht ein Abend, in dem sich Klezmer, jiddische Motive und orientalische Klangfarben begegnen – mal tanzbar, mal nachdenklich, immer mit viel Gefühl gespielt.
📍 Weihnachtsmarkt Verden, Rathausplatz